The monthly groundwater report for Basel-Stadt shows a clear decline in groundwater levels compared to both the previous year and, more significantly, five years ago. This persistent downward trend, with an average drop of 0.53 meters over five years versus 0.16 meters over one year, indicates a long-term change in the water balance, though precipitation trends since 2000 suggest a possible pattern shift that is not yet confirmed.
Der monatliche Grundwasserbericht für Basel-Stadt zeigt ein klares Bild: Die Grundwasserstände sind im Vergleich zum Vorjahr und noch deutlicher im Vergleich zu vor fünf Jahren gesunken. Grundwasser reagiert im Gegensatz zu Oberflächenwasser oder Niederschlag langsam und glättet kurzfristige Extreme, was es zu einem verlässlichen Indikator für langfristige Veränderungen der Wasserbilanz macht. Als wichtige Trinkwasserquelle und für Industrie, Landwirtschaft und Kühlzwecke wird sowohl die Menge als auch die Qualität des Grundwassers eng überwacht.
Im Netzvergleich (Abbildung 1) zeigt sich, dass von 56 verglichenen Messstellen im Vergleich zum Vorjahr 38 sinkende und 18 stabile Werte aufweisen, kein einziger Messpunkt stieg an; der mittlere Rückgang beträgt 0,16 Meter, der Median 0,15 Meter. Im Fünfjahresvergleich sind von 49 verglichenen Messstellen 48 gesunken und nur eine stabil, mit einem mittleren Rückgang von 0,53 Metern und einem Median von 0,48 Metern – die grössere Streuung der Veränderungen (Standardabweichung 0,26 Meter gegenüber 0,12 Metern im Vorjahresvergleich) deutet auf eine uneinheitlichere Entwicklung über fünf Jahre hin. Da nur 56 beziehungsweise 49 von insgesamt 87 Messstellen verglichen werden konnten, ist die Aussagekraft entsprechend eingeschränkt.
Die Tageswerte im Juli 2026 (Abbildung 2) zeigen an den ausgewählten Messstellen überwiegend stabile oder leicht sinkende Verläufe: Burgfelderhof (0741) fiel von 249,4 auf 249,1 m ü. M., Dolderweg 5 (1161) von 245,0 auf 244,9 m ü. M., Güterbahnhof (0752) von 246,3 auf 245,6 m ü. M., während Kornfeldstrasse/Kirche (0802) leicht von 261,4 auf 261,5 m ü. M. anstieg und Mailand-Strasse (2972) konstant bei 275,8 m ü. M. blieb. Wettsteinallee (1075) zeigt einen deutlicheren Rückgang von 244,0 auf 243,7 m ü. M. mit einer kurzen Erholung Mitte des Monats. Für die zentrale Messstelle Leuengasse (Station 0703) mit einer der längsten Messreihen zeigt Abbildung 3 den Juli-Durchschnitt, das Minimum und das Maximum über die gesamte Geschichte; der aktuelle Juli-Wert liegt im Vergleich zu den historischen Extremen im mittleren Bereich der langjährigen Spanne.
Niederschlag ist neben lokaler Wassernutzung und Infiltration aus dem Rhein einer der Hauptfaktoren für die Grundwasserstände. Die Jahresniederschläge in Basel seit 1980 (Abbildung 4) zeigen in der linearen Regression über die gesamte Periode eine sehr leichte Abnahme von 0,09 mm pro Jahr bei einem Durchschnitt von 833,8 mm; seit 2000 ist der Trend mit einer Abnahme von 2,52 mm pro Jahr bei einem Durchschnitt von 833,9 mm deutlich steiler. Dies deutet auf eine mögliche Musteränderung seit 2000 hin, die jedoch auf einer relativ kurzen 26-jährigen Basis beruht und nicht als bestätigter Langzeittrend gelten kann; zudem erfasst diese lokale Messung nicht das Einzugsgebiet des Rheins, das über Flussinfiltration ebenfalls Teile des Grundwassers speist.
Insgesamt zeigt sich ein konsistenter Rückgang der Grundwasserstände, der im Fünfjahresvergleich mit einem mittleren Rückgang von 0,53 Metern deutlich stärker ausfällt als im Vorjahresvergleich mit 0,16 Metern – die Entwicklung ist also nicht nur kurzfristig, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg anhaltend. Grundwasserstände reagieren typischerweise langsam auf äussere Einflüsse wie Niederschlag, saisonale Neubildung, Flussinfiltration und Wassernutzung, weshalb kurzfristige Wetterereignisse sich nicht unmittelbar im Grundwasser zeigen. Während die regionalen Temperaturen in den letzten Jahrzehnten klar gestiegen sind, gibt es keinen etablierten langfristigen Rückgang der Jahresniederschläge; sommerliche Trockenperioden mögen häufiger werden, doch Defizite wurden historisch oft durch Niederschläge in anderen Jahreszeiten ausgeglichen. Die fortgesetzte Grundwasserüberwachung ermöglicht es, diese Bilanz über die Zeit zu verifizieren und würde eine Veränderung frühzeitig aufzeigen – die vollständigen Daten finden sich im verlinkten Datensatz.
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